Teil 2: Auf Landpartie im Nördlichen Harzvorland

ln Teil 1 der Landpartie haben wir den Schröderstollen besucht und haben uns dann weiter durch verschiedene Orte treiben lassen, bis wir hier gelandet sind:

Klostergut Wöltingerode

Was für eine imposante Erscheinung. Schon das Eingangstor lässt darauf schließen, dass sich dahinter einiges verbirgt. Und so ist es auch. Das Gebäude der Gutsverwaltung ist imposant. Gleich dahinter die Kirche, die man natürlich auch besuchen kann. Und das Gelände ist riesig. Es gab mal eine Wassermühle. Heute ist das ein Lachsinformation-Zentrum. Lacht nicht. Früher gab es hier Lachse. Und bald wieder. Auch in der Oker. Viele Vereine kümmern sich darum.

Gleich neben der alten Mühle sind die Stallungen. Natürlich mit Misthaufen. Wie es sich gehört. Auf dem riesigen Gelände gibt es einen Erlebnisrundweg. Damit bekommt man schon mal einen guten Eindruck über die Klosteranlagen. Wer mehr wissen will, sollte eine der vielen verschiedenen Führungen mitmachen. Schließlich gibt es im Kloster auch eine Brennerei. Die alten Kessel werden zum Teil heute noch betrieben. Die uralte Dampfmaschinenanlage wird an bestimmten Veranstaltungstagen sogar nochmal in Gang gesetzt. Bestimmt ein sehr spannender Moment.

Wer die Brennerei besichtigt bekommt sogar einen Tropfen hochprozentiges zu Kosten. Aber es gibt auch einen romantischen kleinen Hofladen, in dem man sich mit den tollen Tropfen eindecken kann. Über 30 Sorten sollen es sein. Und neuerdings gibt es sogar einen Gin. Aber es gibt auch andere handgemachte Sachen dort zu bestaunen und zu kaufen.

Wer jetzt eine Pause braucht kann das angrenzende Restaurant besuchen. Im Hotel daneben kann man sogar übernachten. Hier kann man wirklich sehr viel Zeit verbringen. Wir haben beim ersten Besuch gar nicht alles gesehen und müssen noch mal wieder kommen.

Liebenburg

Falls Ihr mit dem Auto unterwegs seid, fahrt langsam, sonst verpasst Ihr das ein oder andere Hinweisschild. Wie schon beschrieben schreit hier nix laut und bunt und grell. Es gibt kleine Schilder. Und manchmal fährt man einfach daran vorbei. Deswegen am besten parken oder das Fahrrad abstellen und zu Fuß die Gegend erkunden. Oder gleich wandern gehen.

Zum Beispiel Liebenburg. Auch so ein kleiner netter Ort mit zwei Teichen und einem riesigen Gutshof. Aber auch mit einer Burg. Die erkennt man von Weitem an dem kleinen spitzen Türmchen. Mehr sieht man nicht. Das muss man fast schon wissen. Höchstens der Straßenname „Burgberg“ könnte darauf hinweisen. Also rauf. Oben wird man von einem großen runden Turm begrüßt. Dem Flankierungsturm. Hier kann man übrigens auch heiraten. Im Park verteilt kann man schon einige Skulpturen der Straße des Friedens bewundern. Metallschilder erklären die Hintergründe für die Kunstwerke. Ein versteckter kleiner Pfad führt zum Aussichtsturm – dem Hausmannsturm. Von hier oben hat man einen tollen Rundblick. Einfach herrlich. Im Ort gibt es auch ein nettes kleines Cafe mit selbstgemachten Kuchen. Auch das liegt etwas versteckt im Grünen. Man muss hier halt wirklich die Augen offen halten und seine Sinne gebrauchen. Dann findet man die vielen Kleinode.

Kaiserpfalz Werla

Wie Werla. Am Straßenrand ein kleines Schild. Ein Parkplatz und eine Infotafel. Aber so richtig weiß man nicht, was einen erwartet. Mal den Weg langgehen. Huch! Das ist ja eine Zeitreise. Jeder Schritt ein Jahr. Das ist ja spannend. Immer wieder Tafeln am Weg mit Jahreszahlen und bedeutenden Ereignissen. Am Ende landet man im Jahre Neunhundertirgendwas – bei den Burgruinen. Aber es gibt nicht nur ein paar alte Steine zu bewundern sondern gleich ein ganzes Areal voll mit schönen Dingen. Ein Kinderspielplatz und Aussichtsplattformen. Bänke mit Brockenblick oder eine Insel der Stille. Und ein kleines Stück Festung. Hätten wir das gewusst, hätten wir unseren Picknickkorb mit auf die Zeitreise genommen und an einem der Picknicktische getafelt, oder wie hieß das im zehnten Jahrhundert?

Vogelbeobachtungsturm

Wir haben dann unser Picknick im nächsten Ort auf einer runden Bank unter einer Linde verzehrt. Gelegenheiten gibt es hier genug. Und wo wir schon mal da waren, haben wir auch diesen kleinen Ort erkundet und haben einen Vogelbeobachtungsturm am Kiesteich entdeckt. Hier kann man zu der richtigen Tages- und Jahreszeit sicher ganz viele Vögel beobachten. Da oben im Turm wäre auch ein toller Platz gewesen, um zu verweilen. Aber als wir da waren, gab es keine gefiederten Freunde zu bewundern. Deswegen sind wir weiter gereist.

Wohin wir gefahren sind, erfahrt Ihr dann in Teil 3 der Landpartie.

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